Ist doch blöd. Da wurschtelt man tagelang am Blech und entfernt kleinste Kratzer, um anschließend alles mit Massen von Sprühkleber einzusauen. Lohnt sich aber. Nicht dass ich mir schwarzen Filz in einer Wohnung an die Wand backsen würde, aber blech in der Küche… #nö
Es gibt genau zwei Gründe, solche Bilder zu posten: Weil man es nötig hat. Heute musste ich mir das Licht am Ende des Tunnels kurz selbst anknipsen, sonst ist das mit der Motivation so ne Sache… Ihr wisst jetzt jedenfalls, wo ich morgen früh meinen Kaffee trinke. Danach kommt alles wieder raus. Weiter lackieren, ein paar Kabel verlegen und die Wandverkleidung vorbereiten.
Das Känguru ist ein zerkratzter, klappriger Franzose mit matschigen Bremsen, der im wörtlichen Sinne schwer in die Gänge kommt und sich in maximalstlangweiliger Farbe präsentiert. Trotzdem passen wir gut zusammen. Wir sind im besten Alter, man könnte sagen ‚eingefahren‘, oben rum wird es licht, wir bleiben gerne, wo es schön ist, und zählen trotzdem auf innere Werte. Das mit den matschigen Bremsen ist natürlich ein schlechter Witz. Denn eigentlich ist das ganze Auto ne Bremse. Hunderte, winzige Kratzerchen im Innenraum, die alle auf das blanke Blech gehen und Rost bilden würden, wenn man nichts dagegen tun würde. Das Schleifen, Grundieren und Lackieren hält auf und kostet etliche Tage. Die Bodenplatte ist drin, aber bevor es darauf gemütlich wird folgen die Seitenwände…
So Leute. Butter bei die Fische, Alleinunterhaltung ist bekanntlich total mein Ding und deswegen gönne ich mir einen zweiten (!) Insta-Account für meine Identität als Traumzielpilot Kalle. Meine Geschichte mit dem Känguru beginnt mit einer Probefahrt auf die falsche Seite der Elbe. Ich dachte, wenn die Kiste unbeschadet von dort zurückkehrt, muss sie auch für jedes andere Abenteuer bestens gerüstet sein. 😋